Die Schwitzhütte
Altes geht, Neues wird geboren!


Hallo mein Name ist Harald,

seit meiner Initiation als Leiter (oder auch Wassergießer) von Schwitzhütten vor 16 Jahren bin ich immer wieder tief berührt und dankbar, erleben zu dürfen wie Menschen sich während einer Schwitzhütten -Zeremonie beginnen sich zu öffnen und sich dadurch von Gedanken, Gefühlen und Emotionen befreien, die sie belasten, schmerzhaft sind und blockieren…………

Jedoch, um diese völlige Öffnung zu erreichen ist es gleichfalls sehr wichtig sich gut auf diesen Moment vorzubereiten. Zu irgendeinem Zeitpunkt spürte ich, dass es kaum ausreichend ist vor dem gemeinsamen Schwitzen zu erklären wie die Schwitzhütte, die Steine, das Feuer vor zu bereiten sind. Sowie welchen Ablauf und Regeln wir während des Rituals folgen.

Als ich Manitonquat (Medicine Story †18) begegnete und die Heilpraktiker Schule für Psychologie absolvierte, lernte ich vieles was mir bewusst machte, dass es einen Weg gibt den ich beschreiten werde um es jedem Menschen zu ermöglichen eine intensive Erfahrung der ganzheitlichen Reinigung von Körper, Geist und Seele zu erfahren…………….

Auf diesem Weg fing ich an über den gesamten Zeitraum des Schwitzhütten – Tages Rituale und gemeinsame Tätigkeiten einzubinden damit eine Gemeinschaft entstehen kann die homogen, mitfühlend und respektvoll ist, so entsteht eine positive Umgebung.

Somit wurde der ganze Tag zu einer Zeremonie und das gemeinsame Schwitzen wird zum Höhepunkt………

Der Ablauf wird in einigen Punkten immer wieder variieren, da es mir wichtig ist, dass aufzugreifen was an Bedürfnissen, Fragen, Wünschen an diesem Tag von den Anwesenden mitgebracht wird………                                                                                                                                  somit ist eine immer gleiche Abfolge kaum möglich…….

Immer wieder kehrende gemeinsame Rituale sind: Vorbereiten des Essens, Einzel- und Gruppengespräche, Pausen, Aufbau des Feuers, Eindecken der Schwitzhütte, Entzünden des Feuers, Schwitzen, gemeinsames Fastenbrechen………….

Mit der beginnenden Dämmerung ist es dann Zeit in die Schwitzhütte zu gehen und mit der Transformation zu beginnen, so wie sich der Tag zur Nacht transformiert…………

Begleitet von den Worten:

„Die Steine sind Heiß, es ist ein guter Zeitpunkt zu sterben"

Keine Angst keiner wird wirklich physisch sterben……nur das EGO….

In der Schwitzhütte wird all das möglich sein, was jeder Einzelne für sich selbst zulässt…Befreiung, Heilung, Erkenntnis usw. jedoch intensive reinigende Wirkung wird sie auf jeden haben.

Ich habe gelernt das es wichtig ist als Leiter, ebenso ein Teil des ganzen zu sein und begehe den selben Weg mit euch gemeinsam……….. um in der Hitze zu Leiden, Loszulassen und Heilung zu erfahren.
Manitonquat sagte einmal zu mir nach einer Schwitzhütte die er leitete: „Dasselbe zu fühlen und zu leiden wie jeder in diesem heiligen Raum und dennoch durchströmt von der Kraft seiner Spirits als ein mitfühlender Begleiter, dies ist das Geschenk welches eines Wassergießers erhalten hat am Anfang seines Weges"

Zum Ende der Schwitzhütte und unserer Reinigung sind wir in der spirituellen Ebene angekommen, wir fühlen uns Frei und leicht.                 .............Visionen als Antworten auf unsere Fragen stellen sich ein!

Nach dem wir metaphorisch ja gestorben sind und sich die Tür zum vierten und letzten Mal öffnet ist dies der Moment an dem wir wiedergeboren werden, wenn wir die Hütte verlassen……... sicherlich auch etwas verändert denn vieles ist von uns abgefallen,                                                  wir fühlen uns Frei und „Eins mit allem"!

An das heilige Feuer zurückgekehrt erfahren wir uns selbst als  „neugeborene Menschen“, wir strahlen in unserem eigenen Licht, die liebende Energie und die Verbundenheit mit allem ist für jeden sichtbar und spürbar.

„Jeder hat sein persönliches Wunder der Heilung erschaffen und das Leben beginnt als etwas Neues in uns für jeden individuell und einzigartig!"

Nach einer Zeit die wir schweigend verbringen um ein gutes Zurückkehren in die alltägliche Wirklichkeit zu erfahren, treffen wir uns zu einem gemeinsamen Essen dem Fastenbrechen……….

Danach verabschiede ich jeden in einem gemeinsamen Kreis…….

Die Geschichte über die Schwitzhütte und mich in schriftlicher Form ist nun erstmal Beendet.

Es wird eine große Freude und Ehre für mich und Eszter sein, diese Geschichte in vielen Schwitzhüttenzeremonien,                                             die folgen werden, weiterführen und erweitern zu können.


Mit liebe Harald





DEUTSCH